Franz Brutscher
Franz Brutscher wuchs in der elterlichen Landwirtschaft in Kornau auf und ging dort auch sieben Jahre zur Schule. Es folgte eine Lehre als Zimmermann. 1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und mehrfach verwundet. 1943 verbrachte Brutscher lange Zeit in Lazaretten in Augsburg und Bad Oberdorf. 1949 heiratete er und zog um in die Landwirtschaft seiner Frau in der Weststraße. Bis 1962 war er neben der Landwirtschaft auch als Zimmermann tätig. Er arbeitete mit am Bau des Holzturms der ersten Skiflugschanze unter der Regie von Heini Klopfer.
Ab 1958 war Franz Brutscher Mitglied des Marktgemeinderats, viele Jahre auch Zweiter und Dritter Bürgermeister, ab 1960 dazu Baureferent, ab 1968 Grundstücksreferent und insgesamt 12 Jahre auch Referent für das Rettungswesen. 33 Jahre lang war er als Gemeinderat tätig. Zusätzlich war Brutscher Vertreter des Marktes für Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamtes und Sachverständiger nach dem Viehseuchengesetz.
Von 1954 bis 1969 war Franz Brutscher Alpmeister der Alpe Haldenwang, ab 1969 Oberalpmeister der Oberstdorfer Galtalpen und Gebietsvertreter im Hauptausschuss des alpwirtschaftlichen Vereins. Beim Verein der ehemaligen Oberstdorfer Rechtler war er Ausschussmitglied (1967 bis 1972) und ab 1972 1. Vorsitzender. Auch hier erwarb er sich herausragende Verdienste.
Bürgemedaille des Marktes Oberstdorf
In Würdigung seiner langjährigen selbstlosen Tätigkeit als Bau- und Grundstücksreferent im Interesse der Oberstdorfer Bürgerschaft wird Herrn Franz Brutscher die Bürgermedaille des Marktes Oberstdorf verliehen. 10.02.1975, 1. Bürgermeister Geyer
Bundesverdienstkreuz am Band
07.12.1983, Übergabe durch Bayerischen Wirtschaftsminister Anton Jaumann
Ehrenbürger des Marktes Oberstdorf
Auf Beschluss des Marktgemeinderats Oberstdorf wird Herr Franz Brutscher zum Ehrenbürger von Oberstdorf ernannt. Die Ernennung erfolgt in besonderer Würdigung und Anerkennung seiner jahrzehntelangen vielseitigen und selbstlosen Tätigkeit zum Wohl des Marktes Oberstdorf. Mit der Ehrung werden insbesondere seine Leistungen im Bau- und Grundstücksbereich sowie seine mehr als 30 Jahre andauernde Arbeit als ehrenamtlicher Gemeinderat, als Dritter und Zweiter Bürgermeister zum Ausdruck gebracht. 13.12.1988, 1. Bürgermeister Geyer.
Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung
24.04.1990, verliehen vom Bayerischen Staatsminister des Innern, Dr. Edmund Stoiber
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