Christa Anna Elfriede Knochenhauer

Christa Knochenhauer, besser bekannt als „Frau Holle“, kam 1972 von Berlin ins Allgäu. Durch einen Zufall – ihr Mann war Funkamateur – kam ein Kontakt mit dem Waltenberger Haus zustande. Sehr schnell folgte darauf die Installation einer Funkanlage auf dieser Berghütte. Anschlüsse von Kemptner-, Rappensee-, Mindelheimer- und Fiderepass-Hütte folgten 1973. Dies war die Geburtsstunde der Funkkoordination über Frau Holle zur Bergwacht. Neben Meldungen über Abstürze, Verletzte etc. koordinierte Christa Knochenhauer auch die Versorgung der Hütten aus dem Tal. Anfangs verfolgte die Post den Funkverkehr mit dem Vorwurf, dass hier ein eigenes Nachrichtensystem entstünde. Aus dieser Situation heraus entstanden Tarnnamen, mit denen der Funkverkehr bewältigt wurde und aus Christa Knochenhauer wurde Frau Holle.

 

Verdienstmedaille des Marktes Oberstdorf

In Anerkennung ihrer langjährigen besonderen Verdienste um das Bergrettungswesen in den Allgäuer Alpen und ihres damit verbundenen uneingennützigen Einsatzes im Dienste am Nächsten wird Frau Christa Knochenhauer – Frau Holle - die Verdienstmedaille des Marktes Oberstdorf verliehen. Oberstdorf, 5. Juli 1994, E. Geyer, 1. Bürgermeister