Die Gräber auf der Moosalpe

Auf die hochgelegene Moosalpe bei Tiefenbach sollen ehedem zur Pestzeit viele Bewohner der Umgebend geflüchtet sein, um von der Krankheit verschont zu bleiben. Allein auch da wußte sie der Tod zu finden und sie in Menge dahinzuraffen. Noch jetzt sieht man an einigen Stellen, besonders in Dornachsalpe, viele Grabhügel aus jeder Zeit, und in einem der Gräber sollen nicht weniger als siebzig Verstorbene begraben liegen.

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Kegelnde Pestgeister auf der Moosalpe

Da war es natürlich für Ortskundige klar, dass man sich vor diesem Platz fürchten müsse und niemand wollte dort freiwillig etwas zu tun haben. Man erzählte sich, dass dort oben die Geister der Pesttoten zu gewissen Zeiten mit den Totenköpfen kegelten. Oft konnte man sie durch die Grabhügel hindurch lustig singen, und dann wieder elendiglich jammern hören.
Ein Sennsoll sogar einmal beobachtet haben, wie sich die Pesttoten aus ihrem Massengrab erhoben und zu einem Geisterumzug lauter elender Skelette formierten.Der erste schlug mit einer Trommel den Takt, wobei er seine Knochenarme als Trommelschlegel benützte. Dieser grausige Zug soll in jeder Nacht in Richtung Tiefenbach marschieren und wieder zurückkehren. Es ist besser ihm nicht zu begegnen, denn wer ihn wahrnimmt, der hat auch nicht mehr lang zu leben.
(nacherzählt von A. Rößle)